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Stegleitung (NYIF)

Was eine Stegleitung ist

NYIF ist eine flache Installationsleitung, bei der die einzeln isolierten Adern nebeneinander liegen und durch einen dünnen PVC-Steg verbunden sind. Sie hat keinen runden Außenmantel wie die Mantelleitung NYM. Dadurch lässt sie sich ohne Schlitz direkt auf die Wand nageln und mit Putz überdecken. Kennzeichnung wie bei NYM: NYIF-J 3x1,5 mit Schutzleiter, NYIF-O ohne.

Wo sie zulässig ist

Nur in und unter Putz in trockenen Räumen. Nicht zulässig ist die Stegleitung

  • auf Putz oder sichtbar,
  • in Hohlwänden, abgehängten Decken und Möbeln,
  • in Rohren und Kanälen,
  • in Feuchträumen und im Freien,
  • in Holzhäusern und auf brennbaren Untergründen.

Geschichte und Verbreitung

Stegleitung war vom Wiederaufbau bis in die 1980er Jahre die Standardleitung im Wohnungsbau, weil sie schnell und ohne Stemmarbeiten zu verlegen war. Heute wird sie kaum noch verwendet: Sie liegt nur wenige Millimeter unter der Putzoberfläche, wird beim Bohren und Nageln leicht getroffen, lässt sich nicht nachziehen und nicht ohne Öffnen der Wand erweitern.

Im Altbau

Eine intakte Stegleitung darf weiter betrieben werden; es gibt keine Pflicht zum Austausch. Bei einer Sanierung, einem Wanddurchbruch oder wenn neue Stromkreise gebraucht werden, wird sie in der Regel durch NYM in Leerrohren ersetzt. Vor dem Bohren in Altbauwänden lohnt ein Leitungssucher, da Stegleitungen nicht immer in den üblichen Installationszonen liegen.

Was wir bei alten Installationen prüfen, steht auf der Seite Elektroinstallation.

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