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Drahtbruchsicherheit

Prinzip

Eine Schaltung ist drahtbruchsicher, wenn eine unterbrochene Leitung, ein loser Draht oder ein Wackelkontakt die Anlage nicht in einen gefährlichen Zustand bringt, sondern in den sicheren: Der Motor stoppt, das Ventil schließt, die Störung wird gemeldet. Das wird mit dem Ruhestromprinzip erreicht. Im Normalbetrieb fließt Strom durch die Überwachungskontakte; fällt er weg, gleich aus welchem Grund, schaltet die Anlage ab.

Das klassische Beispiel

In der Selbsthaltung ist der Aus-Taster ein Öffner in Reihe zur Schützspule. Bricht die Leitung zum Aus-Taster, fällt das Schütz ab. Wäre der Aus-Taster ein Schließer, der die Spule über ein Relais kurzschließt, würde ein Drahtbruch das Ausschalten unmöglich machen. Deshalb sind Aus- und Not-Halt-Taster immer Öffner.

Weitere Anwendungen

  • Not-Halt an Maschinen: zwangsöffnende Kontakte, oft zweikanalig über ein Sicherheitsrelais überwacht.
  • Endschalter als Öffner: Fährt ein Antrieb an die Endlage, unterbricht der Schalter den Strom. Ein defekter Schalter oder ein gebrochener Draht wirkt wie erreichte Endlage.
  • Brandmelde- und Alarmanlagen: Melderlinien werden mit einem Abschlusswiderstand überwacht. Unterbrechung oder Kurzschluss löst eine Störmeldung aus.
  • Türkontakte und Sabotagelinien in Einbruchmeldeanlagen arbeiten nach demselben Prinzip.

Grenzen

Drahtbruchsicherheit schützt vor Unterbrechungen, nicht vor Kurzschlüssen oder verschweißten Kontakten. Wo beides abgedeckt sein muss, kommen zweikanalige Schaltungen mit Querschlusserkennung zum Einsatz.

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