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Selbsthaltung

Prinzip

Ein Schütz zieht an, solange seine Spule Strom bekommt. Ein Taster liefert diesen Strom nur, während er gedrückt wird. Damit der Motor nach dem Loslassen weiterläuft, wird ein Hilfskontakt des Schützes parallel zum Ein-Taster geschaltet. Sobald das Schütz angezogen hat, schließt dieser Kontakt und versorgt die Spule weiter: Das Schütz hält sich selbst.

Der Aus-Taster liegt als Öffner in Reihe zur Spule. Ein Druck unterbricht den Haltestrom, das Schütz fällt ab, der Hilfskontakt öffnet, und die Schaltung bleibt aus, bis wieder Ein gedrückt wird.

Eigenschaften

  • Aus hat Vorrang. Werden Ein und Aus gleichzeitig gedrückt, bleibt die Schaltung aus.
  • Wiederanlaufschutz. Nach einem Stromausfall fällt das Schütz ab und läuft nicht von selbst wieder an. Für Maschinen ist das vorgeschrieben.
  • Drahtbruchsicher. Bricht die Leitung zum Aus-Taster, fällt das Schütz ab. Siehe Drahtbruchsicherheit.
  • Beliebig viele Ein-Taster parallel und Aus-Taster in Reihe sind möglich.

Anwendungen

Motorsteuerungen für Pumpen, Lüfter, Kompressoren und Förderbänder; Heizungs- und Lüftungsanlagen; Wendeschützschaltungen mit Tasterverriegelung für Rechts- und Linkslauf.

Abgrenzung

Beim Tippbetrieb fehlt der Haltekontakt: Der Motor läuft nur, solange der Taster gedrückt wird. Ein Impulsschalter schaltet mit einem einzigen Taster abwechselnd ein und aus und hat keinen Vorrang für Aus.

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