Impulsschalter
Funktion
Ein Impulsschalter, auch Stromstoßschalter oder Stromstoßrelais genannt, wechselt bei jedem kurzen Stromimpuls seinen Schaltzustand: Ein Tastendruck schaltet das Licht ein, der nächste wieder aus. Die Taster liefern nur den Impuls für die Spule, den Laststrom der Leuchte schaltet der Kontakt des Relais.
Vorteile gegenüber Schalterschaltungen
Bei einer Wechselschaltung lässt sich eine Leuchte von zwei Stellen schalten, bei einer Kreuzschaltung von drei und mehr, mit jeweils mehr Adern und Schaltern. Beim Impulsschalter werden beliebig viele Taster einfach parallel angeschlossen, alle mit derselben zweiadrigen Leitung. Das macht ihn zur üblichen Lösung für Flure, Treppenhäuser und große Räume, für eine Zentral-Aus-Funktion an der Haustür und zum Nachrüsten zusätzlicher Schaltstellen.
Bauformen
- Reiheneinbaugerät für die Hutschiene in der Unterverteilung. Alle Tasterleitungen laufen dort zusammen.
- Dosenausführung für die tiefe Schalterdose hinter einem Taster.
- Elektromechanisch mit hörbarem Klicken oder elektronisch und lautlos, oft mit Zusatzfunktionen wie Treppenlichtzeit oder Dauerlicht.
Die Spule gibt es für 230 V oder für Kleinspannung. Mit 8 oder 12 V über einen Klingeltransformator liegen an den Tastern nur ungefährliche Spannungen an, wie bei einer Klingelanlage.
Abgrenzung
Ein Treppenlichtautomat schaltet nach einer eingestellten Zeit selbst wieder aus. Aktoren in Smart-Home-Systemen arbeiten nach demselben Prinzip wie ein Impulsschalter, lassen sich aber zusätzlich per App oder Zeitplan steuern. Einen Impulsschalter mit Selbsthaltung zu verwechseln ist ein häufiger Fehler: Die Selbsthaltung hat getrennte Ein- und Aus-Taster, der Impulsschalter einen Taster für beides.