Zum Inhalt springen

Unterverteilung

Was eine Unterverteilung ist

Die Unterverteilung, im Alltag Sicherungskasten genannt, verteilt den Strom einer Wohnung oder eines Gebäudeteils auf die einzelnen Stromkreise und schützt sie. Sie wird aus dem Zählerschrank versorgt, der meist im Keller oder Hausanschlussraum steht. In einem Einfamilienhaus können Zähler und Verteilung im selben Schrank sitzen; in Mehrfamilienhäusern hat jede Wohnung ihre eigene Unterverteilung.

Was drin ist

  • FI-Schutzschalter (RCD) mit 30 mA: schaltet ab, wenn Strom über einen Menschen oder einen Fehler zur Erde abfließt. Seit 2007 für alle Steckdosenstromkreise bis 32 A vorgeschrieben, in neuen Anlagen auch für Beleuchtung.
  • Leitungsschutzschalter (LS, Sicherungsautomat): schützt die Leitung vor Überlast und Kurzschluss. B16 ist der Standard für Steckdosen und Licht.
  • Überspannungsschutz Typ 2: seit 2016 in neuen Anlagen Pflicht, schützt Geräte vor Spannungsspitzen durch Gewitter oder Schaltvorgänge.
  • Reihenklemmen, Hutschienen, Abdeckungen und eine Beschriftung der Stromkreise.
  • Je nach Anlage: Fehlerlichtbogen-Schutzeinrichtung (AFDD), Impulsschalter, Schütze, Zeitschaltuhren, Smart-Home-Aktoren.

Wann ein Austausch sinnvoll ist

Alte Verteilungen mit Schraubsicherungen, ohne FI-Schutzschalter oder ohne freie Plätze sind der häufigste Anlass. Auch eine neue Küche, eine Wallbox oder eine Wärmepumpe bringen oft den Austausch mit, weil zusätzliche Stromkreise und ein ausreichender Querschnitt der Zuleitung nötig sind. Wir planen dabei 20 bis 30 Prozent Reserve für spätere Erweiterungen ein.

Was nicht in die Unterverteilung gehört

Der Zähler und der Hausanschluss. Beides ist dem Netzbetreiber zugeordnet und darf nur von eingetragenen Fachbetrieben berührt werden. Auch das Öffnen der Verteilungsabdeckung überlassen Sie besser dem Elektriker; das Zurückschalten eines ausgelösten Automaten ist dagegen unproblematisch.

Mehr zu Sanierung und Erneuerung auf unserer Seite Elektroinstallation.

Zurück zum Lexikon