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Tasterverriegelung

Zweck

Bei einem Motor mit Rechts- und Linkslauf schalten zwei Schütze den Motor mit vertauschten Außenleitern. Ziehen beide gleichzeitig an, entsteht ein Kurzschluss zwischen zwei Außenleitern. Die Verriegelung sorgt dafür, dass das nie passiert.

Wie die Tasterverriegelung arbeitet

Jeder Taster hat zwei Kontakte: einen Schließer, der das eigene Schütz einschaltet, und einen Öffner, der im Spulenkreis des anderen Schützes liegt. Wer den Taster „Rechts“ drückt, unterbricht damit gleichzeitig die Spule von „Links“. Wird während des Laufs die Gegenrichtung gedrückt, fällt das laufende Schütz ab und das andere zieht an. Je nach Anwendung ist das gewollt, etwa bei Rollläden, oder unerwünscht, etwa bei großen Motoren, die erst auslaufen sollen.

Schützverriegelung als zweite Sicherung

Die Tasterverriegelung wirkt nur beim Drücken. Deshalb kommt eine Schützverriegelung dazu: Ein Öffner-Hilfskontakt jedes Schützes liegt im Spulenkreis des anderen. Solange ein Schütz angezogen ist, kann das andere nicht anziehen, unabhängig davon, was an den Tastern passiert. Bei größeren Antrieben wird zusätzlich mechanisch verriegelt, damit auch verschweißte Kontakte keinen Kurzschluss auslösen.

Anwendungen

Rolltore und Garagentore, Rollladen- und Markisenantriebe, Aufzüge und Hebebühnen, Förderbänder, Ventile mit Motorantrieb, Werkzeugmaschinen mit Umkehrbetrieb.

Zusammenhang

Die Tasterverriegelung wird fast immer mit der Selbsthaltung kombiniert, damit der Motor nach dem Loslassen weiterläuft. Für Antriebe, die nur unter Aufsicht laufen sollen, kommt stattdessen der Tippbetrieb infrage.

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