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Herdanschluss

Die Herdanschlussdose

Hinter dem Herd sitzt die Herdanschlussdose, eine Unterputz- oder Aufputzdose mit fünf Klemmen: L1, L2, L3, N und PE. Sie wird über eine eigene Zuleitung NYM-J 5x2,5 aus der Unterverteilung versorgt und dort mit drei Leitungsschutzschaltern B16 abgesichert, meist als dreipoliger Automat. Die Dose ersetzt die Steckdose, weil ein Kochfeld mehr Leistung zieht, als eine Schuko-Steckdose dauerhaft verträgt.

Ein-, zwei- oder dreiphasig

Ein modernes Kochfeld hat im Anschlussfeld Brücken. Ohne Brücken werden alle drei Außenleiter angeschlossen (Drehstrom, 400 V). Mit Brücken lässt es sich an zwei oder an einen Außenleiter anschließen. Einphasig an 230 V ist die Leistung begrenzt; viele Hersteller lassen dann nicht alle Zonen gleichzeitig mit voller Leistung zu, und die Zuleitung muss den Strom tragen können. Bei einem einphasigen Anschluss mit 16 A sind das etwa 3,6 kW, was für ein Kochfeld mit vier Zonen knapp ist.

Der Backofen hat oft einen eigenen Schuko-Stecker und braucht nur 230 V. Beim klassischen Einbauherd sind Kochfeld und Backofen ein Gerät mit gemeinsamer Zuleitung.

Die Anschlussleitung

Vom Gerät zur Dose führt eine flexible Leitung, üblich H05VV-F 5G2,5 für Drehstrom oder 3G2,5 für 230 V. Sie liegt dem Gerät oft nicht bei und muss passend zum Anschluss gewählt werden. Aderendhülsen an den Litzenenden sind Pflicht.

Warum das der Elektriker macht

Bei einem falschen Anschluss liegen 400 V an einem Gerät, das 230 V erwartet, oder Brücken werden vergessen. Beides zerstört Elektronik oder führt zu Brand. Die Gerätehersteller verlangen den Anschluss durch eine Elektrofachkraft und lehnen sonst Garantieansprüche ab. Für uns ist der Herdanschluss ein Standardauftrag: Nennen Sie Gerät und Adresse, dann bekommen Sie einen Termin. Siehe Elektroinstallation.

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