Oberirdische Verkabelung
Freileitung als Hausanschluss
In älteren Wohngebieten und im ländlichen Raum kommt der Strom noch oft über eine Freileitung ins Haus. Die Leitung endet an einem Dachständer, einem Rohr am Dach, und führt von dort als Hausanschlussleitung zum Hausanschlusskasten. Freileitung, Dachständer und Hausanschlussleitung gehören zum Netz des Netzbetreibers; der Eigentümer duldet sie und darf sie nicht verändern.
Wo Vorsicht nötig ist
Freileitungen sind unisoliert oder nur einfach isoliert. Bei Dacharbeiten, Gerüstbau, Baumschnitt, Fassadenanstrich und dem Aufstellen von Leitern gilt ein Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter zur Niederspannungsfreileitung, zu Mittelspannungsleitungen deutlich mehr. Wer näher arbeiten muss, lässt die Leitung vom Netzbetreiber abschalten oder abdecken. Auch eine Photovoltaikanlage auf einem Dach mit Dachständer wird mit dem Netzbetreiber abgestimmt.
Umstellung auf Erdkabel
Netzbetreiber ersetzen Freileitungen nach und nach durch Erdkabel. Für den Eigentümer bedeutet das einen neuen Hausanschluss im Keller oder an der Außenwand, oft verbunden mit einem neuen Hausanschlusskasten und der Prüfung, ob der Zählerplatz noch den aktuellen Anforderungen entspricht. Ein guter Zeitpunkt, die Unterverteilung mit zu erneuern.
Oberirdisch im Gebäude
Innerhalb des Gebäudes bedeutet oberirdisch: auf Putz, in Kabelkanälen, auf Kabelpritschen oder mit Schellen an der Wand. Das ist in Kellern, Garagen, Werkstätten, Lagerhallen und im Gewerbe üblich, weil es schnell zu ändern und zu erweitern ist. Im Wohnbereich wird meist unter Putz oder im Leerrohr verlegt. Mehr zu den Verlegearten unter Installationstechnik.