Installationstechnik
Verlegearten
Wie eine Leitung verlegt wird, bestimmt ihre Belastbarkeit und den Aufwand:
- Unter Putz: im Schlitz oder als Stegleitung, unsichtbar, nur mit Wandöffnung änderbar.
- Im Leerrohr: unter Putz oder in der Decke; Leitungen lassen sich später nachziehen. Im Neubau der Standard.
- Auf Putz: sichtbar in Kabelkanal oder mit Schellen, üblich in Keller, Garage, Werkstatt und Gewerbe.
- In Hohlwand und Dämmung: Leitungen in Wärmedämmung dürfen weniger Strom führen und werden entsprechend abgesichert.
Installationszonen
Damit Leitungen beim Bohren nicht getroffen werden, laufen sie in festgelegten Zonen: waagerecht 15 bis 45 cm unter der Decke und über dem Fußboden, in Arbeitsräumen zusätzlich 100 bis 130 cm über dem Boden, senkrecht 10 bis 30 cm neben Türen, Fenstern und Raumecken. Schalter und Steckdosen sitzen an diesen Zonen. Altbauten halten sich nicht immer daran.
Dosen und Klemmen
Gerätedosen für Schalter und Steckdosen, Abzweigdosen für Verbindungen, Putzausgleichsringe für die richtige Tiefe. Verbindungen werden mit Steckklemmen hergestellt, die für eindrähtige und mit Hebel auch für flexible Leiter zugelassen sind. Jede Verbindungsstelle muss zugänglich bleiben.
Stromkreise aufteilen
Ein Stromkreis pro Raum oder Raumgruppe für Steckdosen, getrennte Stromkreise für Beleuchtung, eigene Stromkreise für Küche, Waschmaschine, Trockner, Spülmaschine, Herd, Bad, Außenbereich und Wallbox. Fällt ein FI-Schutzschalter, bleibt so nur ein Teil dunkel. Die Unterverteilung braucht dafür Platz und Reserve.
Bei Planung und Sanierung
Die Anzahl der Steckdosen je Raum, Leerrohre für Netzwerk und spätere Erweiterungen, Anschlüsse für Wallbox, Photovoltaik und Wärmepumpe: Das sind die Punkte, die später am teuersten nachzurüsten sind. Wie wir dabei vorgehen, steht auf der Seite Elektroinstallation.