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Starkstromanlagen

Was Starkstrom bedeutet

Im Sprachgebrauch meint Starkstrom den Drehstromanschluss mit 400 V, wie ihn Herd oder Wallbox brauchen. In den VDE-Bestimmungen ist der Begriff weiter gefasst: Starkstromanlagen sind alle elektrischen Anlagen, deren Spannung oder Strom für Menschen gefährlich sein kann, also alles oberhalb der Kleinspannung. Damit ist auch die gewöhnliche 230-V-Steckdose Teil einer Starkstromanlage.

Drehstrom

Das Versorgungsnetz liefert drei Außenleiter L1, L2 und L3, deren Wechselspannungen um jeweils ein Drittel der Periode versetzt sind. Zwischen einem Außenleiter und dem Neutralleiter liegen 230 V, zwischen zwei Außenleitern 400 V. Ein Drehstromverbraucher nutzt alle drei Außenleiter und verteilt seine Leistung gleichmäßig auf das Netz.

Geräte mit Drehstrom im Haus

  • Herd und Kochfeld über die Herdanschlussdose
  • Durchlauferhitzer
  • Wallbox mit 11 oder 22 kW
  • Wärmepumpe
  • Sauna
  • Werkstattmaschinen, Kreissäge, Kompressor

Steckdosen

Drehstromsteckdosen nach CEE sind rot und fünfpolig, üblich mit 16 A oder 32 A. Sie brauchen einen eigenen Stromkreis mit drei Leitungsschutzschaltern und FI-Schutzschalter. Eine Drehstromsteckdose in Garage oder Werkstatt ist nachrüstbar, wenn die Unterverteilung Platz und Reserve hat.

Schieflast

Einphasige Verbraucher wie eine 7,4-kW-Wallbox belasten nur einen Außenleiter. Der Netzbetreiber begrenzt diese Schieflast, in der Regel auf 4,6 kW je Außenleiter. Deshalb werden größere Verbraucher dreiphasig angeschlossen.

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